Wir für euch in Neumarkt
Die Mieten steigen, Lebensmittel kosten immer mehr, Energie belastet Haushalte und kleine Betriebe. Viele Menschen in Neumarkt merken jeden Monat aufs Neue: Das Leben wird teurer, das Einkommen hält nicht Schritt. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen – auch hier vor Ort.
Wir setzen uns seit Jahren dafür ein, diese Entwicklung zu stoppen: für bezahlbaren Wohnraum, faire Preise, starke Kommunen und eine Politik, die sich an den Menschen orientiert – nicht an Profiten. Neumarkt braucht soziale Antworten statt Wegschauen.
#GegenSozialeKälte
#FürAlleEinGutesLeben
Unsere Vision für ein Neumarkt 2036
Wir stellen uns Neumarkt als eine weitgehend energieautarke Stadt vor, die ihren Strom und ihre Wärme aus erneuerbaren Quellen vor Ort gewinnt. Dächer, Fassaden und Freiflächen werden sinnvoll genutzt, gleichzeitig sorgt eine konsequente Begrünung der Stadt für Schutz vor Hitzewellen und steigende Lebensqualität. Bäume, Grünflächen und Wasserflächen sind kein Luxus mehr, sondern Teil der städtischen Grundversorgung.
Die Innenstadt ist autofrei und gehört den Menschen: zum Einkaufen, Verweilen, Begegnen. Der Verkehr wird durch einen günstigen, gut getakteten öffentlichen Nahverkehr sowie ein sicheres, durchgängiges Radwegenetz ersetzt. Der ÖPNV ist dabei flexibel gedacht: mit festen Haltestellen, aber variablen Linienführungen, kleineren, barrierefreien Bussen und einer besseren Anpassung an tatsächliche Bedarfe.
Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse setzen wir auf das Prinzip der Schwammstadt. Regenwasser wird gespeichert, versickert vor Ort, bildet Grundwasser und entlastet die Kanalisation – ein aktiver Schutz vor Starkregen und Überschwemmungen.
Kulturell verstehen wir Neumarkt als offene Stadt: mit einem frei zugänglichen, gut vernetzten Kulturangebot, das auch selbstorganisierte und nicht-kommerzielle Projekte unterstützt. Gerade für junge Menschen braucht es breit gefächerte Angebote in allen Stadtteilen, nicht zentralisiert, sondern dort, wo Jugendliche leben.
Soziale Teilhabe sichern wir durch starke Stadtteilzentren, die Beratung, Begegnung, Kultur und Unterstützung bündeln. Neumarkt ist dabei vollständig barrierefrei gedacht – von Gehwegen über öffentliche Gebäude bis hin zum Nahverkehr. Dazu gehören selbstverständlich auch ausreichend saubere, öffentliche Toiletten, die kostenlos und zugänglich sind.
Eine zukunftsfähige Stadt braucht außerdem eine gute Gesundheitsversorgung. Wir setzen uns für ein dichtes Hausärztenetz ein, in dem Ärztinnen und Ärzte genug Zeit für ihre Patient*innen haben – unabhängig vom Geldbeutel. Unsere Schulen verstehen wir als moderne, multifunktionale Lernorte, die Bildung, Betreuung, Sport und Kultur miteinander verbinden und auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingehen.
Kurz gesagt: Neumarkt 2036 soll eine Stadt sein, die vorsorgt statt verwaltet, die Menschen in den Mittelpunkt stellt und ökologische Verantwortung mit sozialer Gerechtigkeit verbindet. Dafür treten wir an. Für unsere sozialökologische Heimat mit Zukunft.
Unsere Kandidat*innen
Platz 1 - Marco Winkler
Marco Winkler, 36, lebe in Neumarkt i. d. Opf.
Ich engagiert mich politisch, weil ich nicht akzeptiere, dass Wohnen, Energie und ein gutes Leben für viele Menschen unbezahlbar werden. In meiner Freizeit bin ich - wenn ich nicht gerade was organisiere - viel unterwegs und fotografiere sehr gerne.
Meine zentrale Überzeugung: Politik muss den Alltag der Menschen spürbar verbessern – sozial gerecht, solidarisch und vor Ort.
Platz 2 - Britta Dirrigl
Britta Dirrigl, 37, und lebe in Neumarkt.
Wenn ich nicht politisch unterwegs bin, bin ich gerne draußen unterwegs oder backe – für mich ist das ein guter Ausgleich und bringt Menschen zusammen.
Politisch setze ich mich besonders für Jugendarbeit, ein starkes Gesundheitswesen und gute Rahmenbedingungen im bei den Therapieberufen ein. Ich sehe jeden Tag, wo es hakt: zu wenig Unterstützung, zu viel Bürokratie und ein System, das oft an den Menschen vorbeigeht.
Mir ist wichtig, dass Politik praktisch wird, zuhört und Lösungen schafft, die im Alltag wirklich helfen – gerade für junge Menschen, Patient*innen und die, die im Gesundheitsbereich arbeiten.
- Platz 3 - Chiara Krieger
- Platz 4 - Philipp Schmidt
- Platz 5 - Rita Wittmann
- Platz 6 - Oliver Käs
- Platz 7 - Lukas Klausing
- Platz 8 - Natascha Linz
- Platz 9 - Sven Meier-Müller
- Platz 10 - Lisa Klausing
- Platz 11 - Sebastian Dirrigl
- Platz 12 - Andrea Neuendorf
- Platz 13 - Florian Kratzer
- Platz 14 - Antonia Porsch
- Platz 15 - Andreas Wolrath
- Platz 16 - Sergej Mekuschkin
- Platz 17 - Andreas Bernreuther
- Platz 18 - Alexander Meier
- Platz 19 - Benedikt Dirrigl
Ihr habt gefragt
wir antworten
Thema: Mieten & Wohnen
Die Mieten in Neumarkt werden langsam auch für Normalverdiener zur Herausforderung. Was könnte die Stadt dagegen tun?
"Langsam“ trifft es leider nicht mehr – für viele Normalverdiener*innen ist Wohnen in Neumarkt längst zur akuten Belastung geworden. Diese Entwicklung darf die Stadt nicht länger hinnehmen.
Ein erster wichtiger Schritt ist eine Zweckentfremdungssatzung, mit der Leerstand systematisch erfasst und bekämpft werden kann. Wohnungen dürfen nicht leer stehen oder als reine Anlageobjekte dienen, während Menschen verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum suchen.
Darüber hinaus müssen wir Grundstücke und Immobilien aus der Spekulation holen. Boden ist keine Ware wie jede andere, sondern Grundlage für ein gutes Leben. Die Stadt sollte deutlich stärker über ein eigenes Entwicklungskonzept steuern: mit klaren Vorgaben für soziale Durchmischung, langfristige Nutzung und gemeinwohlorientiertes Bauen – statt Einzelentscheidungen, die den Markt weiter anheizen.
Unser Ziel ist klar: Wohnen muss wieder bezahlbar werden – nicht irgendwann, sondern jetzt. Dafür braucht es Mut, klare Regeln und eine Stadtpolitik, die das Gemeinwohl über Rendite stellt.
Wie könnte, abgesehen vom BayernHeim-Projekt, mehr sozialer Wohnraum entstehen?
Der soziale Wohnungsbau darf nicht an ein einzelnes Projekt wie das von BayernHeim ausgelagert werden – die Stadt selbst muss wieder handlungsfähig werden.
Neumarkt sollte eigene Wohnungen bauen und gezielt Bestandsgebäude ankaufen, um sie dauerhaft dem Markt zu entziehen und sozial zu vermieten. Kommunaler Wohnungsbau ist kein Auslaufmodell, sondern eines der wirksamsten Instrumente gegen steigende Mieten.
Gleichzeitig braucht es eine verbindliche Sozialwohnraumquote: Bei größeren Bauvorhaben – etwa ab zehn Wohnungen – müssen feste Anteile für bezahlbaren Wohnraum vorgesehen werden. Freiwilligkeit reicht hier nicht aus.
Ergänzend gilt, was bereits gesagt wurde: Leerstand bekämpfen, Spekulation beenden und Bodenpolitik aktiv steuern. Nur mit einer klaren, gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung entsteht dauerhaft sozialer Wohnraum – und nicht nur punktuell oder zufällig. Wohnen ist Daseinsvorsorge, und genau so muss es die Stadt auch behandeln.
Das Bauprojekt auf dem Flugfeld ist ein Vorzeigeprojekt, es geht aber manchen zu langsam voran. Ließe sich das optimieren?
Ja, das ließe sich mit Sicherheit beschleunigen – wenn der politische Wille da ist. Ein zentraler Punkt ist dabei ganz banal, aber entscheidend: mehr Personal in den zuständigen Hoch- und Tiefbauämtern. Planung, Prüfung und Umsetzung dauern dort oft nicht aus mangelnder Kompetenz, sondern schlicht wegen Überlastung zu lange.
Gleichzeitig wäre es unseriös, so zu tun, als sei das Projekt auf dem Flugfeld grundsätzlich einfach. Es gibt strukturelle Herausforderungen, die man offen benennen muss: die besondere Art der Flächenverfügbarkeit, Fragen rund um Enteignung, aber auch der hohe Wasserstand bei Starkregenereignissen, der eine sorgfältige Planung zwingend notwendig macht.
Entscheidend ist außerdem, welchen Zweck das Projekt am Ende erfüllt. Wenn Flächen in dieser Größenordnung entstehen, dürfen sie nicht zu reinen Spekulationsobjekten werden. Das Flugfeld muss Teil einer langfristigen, gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung sein – mit bezahlbarem Wohnraum, sozialer Infrastruktur und Klimaanpassung von Anfang an.
Optimierung heißt für uns deshalb nicht: schneller um jeden Preis.
Sondern: gut geplant, ausreichend ausgestattet und klar am Gemeinwohl orientiert.
Soll die Stadt noch weiterwachsen, neue Baugebiete an den Rändern entstehen? Oder ist Nachverdichtung der Königsweg?
Diese Frage lässt sich nicht mit einem einfachen Entweder-oder beantworten. Klar ist aber: Weiteres Wachstum darf kein Selbstzweck sein.
Bevor neue Baugebiete an den Stadträndern ausgewiesen werden, müssen zentrale Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören eine funktionierende soziale Infrastruktur, ausreichend medizinische Versorgung, gute Bildungs- und Betreuungsangebote sowie eine leistungsfähige, klimafreundliche Mobilität. Wenn diese Grundlagen nicht mitwachsen, entstehen neue Probleme statt Lösungen.
Deshalb sehen wir die Nachverdichtung im Bestand als den sinnvolleren ersten Schritt – vorausgesetzt, sie ist sozial verträglich, klimagerecht und gut geplant. Leerstände nutzen, bestehende Flächen besser erschließen und Stadtteile stärken ist ökologisch verantwortlicher als immer weiter nach außen zu wachsen.
Unser Ziel ist nicht die möglichst große Stadt, sondern eine lebenswerte Heimat, die mit ihren Ressourcen sorgsam umgeht und für alle funktioniert.
Alte Feuerwache, das große Fabrikgebäude in der Eggenstraße, Stettner-Areal: Was soll aus Neumarkts großen Leerständen bzw. besser nutzbaren Gebäuden in bester Lage werden?
Diese Flächen sind eine große Chance für Neumarkt – wenn wir sie als Gemeingut begreifen und nicht als Renditeobjekte.
Große, zentral gelegene Gebäude wie die Alte Feuerwache, das Fabrikgebäude in der Eggenstraße oder das Stettner-Areal eignen sich ideal für eine gemischte, soziale Nutzung. Wir sehen dort vor allem sozialen Wohnungsbau, kombiniert mit kulturellen Zentren und Mehrgenerationen-Häusern, in denen Wohnen, Begegnung, Beratung und Kultur zusammenkommen.
Solche Orte können das Stadtleben nachhaltig stärken: Sie schaffen bezahlbaren Wohnraum, öffnen Räume für Kunst, Vereine und Initiativen und fördern den Austausch zwischen Jung und Alt. Gleichzeitig beleben sie die Innenstadt dauerhaft – nicht punktuell, sondern jeden Tag.
Entscheidend ist, dass die Stadt hier aktiv gestaltet, statt nur zu verwalten: mit klaren Nutzungskonzepten, langfristiger Bindung und einem Fokus auf das Gemeinwohl. Leerstände in bester Lage dürfen nicht weiter brachliegen, während soziale und kulturelle Räume fehlen.
Wir wollen eine zukunftsfähige Heimat in einer sozial-ökologischen Welt schaffen.
Thema: Sport
Im Bereich Sport verfolgen wir konsequent das Prinzip Sanieren und Zugänglichmachen statt Prestigeprojekte. Bestehende Sportanlagen sollen modernisiert, energetisch saniert und barrierefrei gestaltet werden. Beim ASV und anderen größeren Anlagen setzen wir auf transparente Planung, realistische Kosten und eine klare Priorität für Breiten- und Jugendsport.
Vereine brauchen verlässliche Unterstützung – insbesondere bei steigenden Energie-, Unterhalts- und Sanierungskosten. Dazu gehören planbare Zuschüsse, Unterstützung bei Anträgen und eine spürbare Entlastung von bürokratischem Aufwand.
Ein zentraler Punkt ist für uns der Jugend- und Breitensport im öffentlichen Raum. Sport darf nicht ausschließlich im Verein oder gegen Mitgliedsbeitrag möglich sein. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Sport- und Trainingsflächen an Schulen außerhalb der Unterrichtszeiten grundsätzlich zugänglich sind – etwa Bolzplätze, Laufbahnen oder Außensportanlagen. Jugendliche sollen sich dort eigenständig und niedrigschwellig bewegen können, ohne Hürden oder komplizierte Genehmigungsverfahren.
Ergänzend wollen wir wohnortnahe Bewegungsangebote im öffentlichen Raum stärken – von multifunktionalen Kleinspielfeldern bis zu frei nutzbaren Fitness- und Bewegungsflächen. Sport ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und ein wichtiger Beitrag zu Gesundheit, Integration und sozialem Zusammenhalt.


